KI-generiertKanzleien und Steuerberatungen bewegen sich in einem Bereich, in dem der Bruch der Verschwiegenheit strafbewehrt ist. Ein Mandantenname, der unkontrolliert in einem fremden KI-Modell landet, ist kein gewöhnlicher Datenschutzvorfall: Es kann eine Straftat nach Paragraf 203 StGB sein, und strafrechtlich richtet sie sich gegen die handelnden natürlichen Personen, nicht gegen die Kanzlei als juristische Person. Das eigentliche Risiko sitzt dabei selten in der Kanzleisoftware. Es sitzt in dem Browsertab, den ein Referendar nebenher offen hat.
Der häufigste Irrtum: Eine Auftragsverarbeitung nach DSGVO regele das schon. Sie regelt aber nur die Datenschutzebene. Die Verschwiegenheit ist eine zweite, eigene Ebene mit eigenen Regeln, für Anwälte in Paragraf 43e BRAO, für Steuerberater in Paragraf 62a StBerG. Wer nur die AVV prüft, prüft die Hälfte. Und wer KI komplett verbietet, verlagert die Nutzung auf private Konten, wo weder das eine noch das andere gilt.
Der geordnete Weg sieht anders aus: Der Anbieter wird als mitwirkender Dienstleister eingebunden und zur Verschwiegenheit verpflichtet, der Zugriff bleibt auf das Erforderliche begrenzt, und die Nutzung läuft über kontrollierte Zugänge mit Rollen und Protokoll statt über den privaten Browser. Genau so betreiben wir unsere Werkzeuge selbst. Rechtsberatung geben wir dabei nicht: Wir schaffen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen, auf deren Grundlage Ihre Kanzlei den KI-Einsatz rechtssicher gestalten kann.
auraHub beendet genau das. Ihre Leute bekommen kontrollierten Zugang zu mehreren Sprachmodellen, mit Rollen, Rechten und Protokoll, statt sich privat zu behelfen. auraNews beobachtet die Themenfelder, in denen Sie mandatieren, und liefert die Presselage dazu. Vor der ersten Zeile Code klären wir, welche Daten das Haus überhaupt verlassen dürfen.
Bevor die erste Datei hochgeht
Klären, was hinaus darf
Vor der Technik steht die Prüfung, auf welcher Grundlage die Unterlagen überhaupt zu einem Dienstleister gelangen dürfen. Bei einem allgemeinen Kanzleiwerkzeug ist das eine Organisationsentscheidung, bei einer Leistung für ein einzelnes Mandat verlangt das Berufsrecht grundsätzlich die Einwilligung des Mandanten, für Anwälte nach Paragraf 43e Absatz 5 BRAO, für Steuerberater nach Paragraf 62a Absatz 5 StBerG. Kommen Unterlagen Dritter hinzu, etwa aus einem Datenraum in einer Transaktion, entscheidet nicht die Kanzlei allein, sondern die Freigabe des Verkäufers. Diese Abgrenzung dokumentieren wir gemeinsam, bevor etwas hochgeladen wird.
Aufbereiten im kontrollierten Zugang
Erst danach wird gearbeitet. Aus einem Jahresabschluss entsteht eine Fassung, die der Mandant ohne betriebswirtschaftliches Vorwissen versteht, mit den Kennzahlen, nach denen er ohnehin fragt. In einer Due Diligence werden umfangreiche Vertragsbestände gesichtet und die Stellen markiert, die eine Prüfung durch den Berufsträger brauchen. Jeder Zugriff läuft über Rollen und Rechte, jeder Schritt wird protokolliert.
Prüfen, freigeben, dokumentieren
Der Berufsträger liest gegen, korrigiert und gibt frei. Erst dann geht etwas an den Mandanten. Nachvollziehbar bleibt, welche Fassung wann von wem freigegeben wurde, auch Jahre später, wenn niemand mehr weiß, warum eine Formulierung so gewählt war.
Was dieses System nicht leistet
Es gibt weder Rechts- noch Steuerberatung und übernimmt keine Vorbehaltsaufgaben. Es erstellt keine Jahresabschlüsse, erteilt keine Bescheinigungen und keine Testate. Es beurteilt keine Rechtsfragen, empfiehlt keine Vertragsgestaltung und bewertet kein Transaktionsrisiko. Ob eine Klausel problematisch ist, entscheidet der Berufsträger, nicht die Maschine. Und ob der KI-Einsatz in Ihrem konkreten Fall zulässig ist, prüfen Sie berufsrechtlich selbst. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür und unterzeichnen die Verschwiegenheitsverpflichtung, die dazugehört.
Häufige Fragen aus der Branche
Dürfen wir Cloud-KI mit Mandantendaten nutzen, ohne gegen Paragraf 203 StGB zu verstoßen?
Ja, unter Bedingungen. Die Übertragung an einen externen Dienstleister kann ein Offenbaren sein, ist aber nicht automatisch unbefugt: Zulässig wird sie, wenn der Anbieter als mitwirkender Dienstleister ordnungsgemäß eingebunden ist, der Zugriff auf das Erforderliche begrenzt bleibt und die Verschwiegenheitsverpflichtung nach Paragraf 43e BRAO vereinbart ist. Öffentliche Consumer-Werkzeuge auf privaten Konten erfüllen davon nichts.
Reicht eine Auftragsverarbeitung nach DSGVO für den KI-Einsatz in der Kanzlei?
Nein. Die AVV nach Artikel 28 DSGVO regelt die datenschutzrechtliche Ebene, ersetzt aber nicht die Prüfung nach Paragraf 43e BRAO und Paragraf 203 StGB. Beide Ebenen müssen stimmen, sonst trägt der Berufsträger das Risiko persönlich.
Muss der KI-Anbieter eine Verschwiegenheitsverpflichtung unterzeichnen?
Für Kanzleien ist sie der entscheidende Baustein. Der Anwalt kann sich nach Paragraf 203 Absatz 4 StGB selbst strafbar machen, wenn er die Verpflichtung unterlassen hat und der Dienstleister ein Geheimnis offenbart. Kann sie nicht wirksam vereinbart werden, fehlt ein wesentlicher Teil der zulässigen Einbindung. Wir unterzeichnen sie.
Braucht der KI-Einsatz die Einwilligung des Mandanten?
Das hängt vom Szenario ab. Dient die Dienstleistung unmittelbar einem einzelnen Mandat, verlangt Paragraf 43e Absatz 5 BRAO grundsätzlich die Einwilligung. Wird das KI-System dagegen als allgemeines Kanzleiwerkzeug aufgrund einer übergreifenden Organisationsentscheidung genutzt, ist nach Auffassung des Deutschen Anwaltvereins (Initiativstellungnahme 32/25) regelmäßig keine gesonderte Einwilligung nötig. Die Abgrenzung gehört dokumentiert.
Wie stellen wir KI unseren Leuten zur Verfügung, ohne die Kontrolle zu verlieren?
Über kontrollierten Zugang statt über Verbote. auraHub gibt Berufsträgern und Mitarbeitern Zugriff auf mehrere Sprachmodelle, mit Rollen, Rechten und Protokoll, und vorab legen wir gemeinsam fest, welche Daten das Haus überhaupt verlassen dürfen. Das private Ausweichen auf fremde Konten verliert damit seinen Grund.
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auraHub
Kontrollierter Zugang zu mehreren Sprachmodellen, mit Rollen, Rechten und Protokoll. Beendet Schatten-KI in der Organisation.
(öffnet in neuem Tab)MedienintelligenzauraNews
Quellen erfassen, bewerten, zum Pressespiegel bündeln, redaktionell geprüft von newslive in Leipzig. Sektorunabhängig im Einsatz, von der Landesverwaltung bis zum international tätigen KI-Start-up.
(öffnet in neuem Tab)Für Abläufe, die keines der Werkzeuge trifft, entwickeln wir eine eigene Lösung.
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Vertiefend im Blog: was beim Einsatz von Cloud-KI mit vertraulichen Inhalten wirklich gilt und wann KI-erzeugte Texte gekennzeichnet werden müssen.
Erzählen Sie uns, woran es bei Ihnen hakt.
Dreißig Minuten, Sie schildern den Prozess, wir sagen Ihnen, welches Werkzeug passt und was es bringt. Und wenn sich Automatisierung an dieser Stelle nicht lohnt, sagen wir Ihnen das auch. Keine Präsentation, kein Verkaufsgespräch.