Beta auraOsteo befindet sich in der Beta-Phase

Einige Features befinden sich noch in der Entwicklung. Im Artikel kennzeichnen wir transparent was heute verfügbar ist und was auf der Roadmap steht. Einrichtungen die jetzt einsteigen, gestalten das Produkt aktiv mit und profitieren von Konditionen die später nicht mehr verfügbar sind.

auraNexus.ai · KI im klinischen Workflow

Der Arzt entscheidet. Die KI bereitet vor. Der Patient gewinnt Zeit.

Ein KI-gestützter Workflow vom digitalen Fragebogen über Anamnese, Bildgebung und Labor bis zum vollständigen Arztbrief lässt sich in Dutzenden medizinischen Fachgebieten umsetzen. Das Muster ist überall dasselbe. Die Zeit, die er zurückgibt, auch.
Oliver Range, Gründer auraNexus.ai · April 2026 · 10 min Lesezeit
44% der Arbeitszeit für Dokumentation bei Klinikärzten1
93 Min. täglich Dokumentation im Krankenhaus, Internisten 120 Min.2
>90% der niedergelassenen Ärzte fühlen sich durch Bürokratie überlastet3
Ärztin schreibt Diagnose auf Formular während Patient gegenüber sitzt
Ärztliche Dokumentation im Praxisalltag: Bis zu 44 Prozent der Arbeitszeit entfallen auf administrative Aufgaben

Ein Patient kommt in die Sprechstunde. Er hat einen Fragebogen ausgefüllt, Bildgebung mitgebracht, seine Laborwerte liegen im System. Der Arzt ist ausgebildet für genau diesen Moment: Befunde einordnen, Risiken abwägen, eine Therapie empfehlen, die zu diesem Menschen passt. Was er stattdessen tut: Er überträgt Fragebogenantworten manuell, formuliert zum wiederholten Male denselben Befundtext und diktiert einen Arztbrief, der zwei Stunden später immer noch nicht fertig ist.

Dieses Szenario ist kein Einzelfall und kein Fachgebietsproblem. Es betrifft Innere Medizin genauso wie Orthopädie, Rheumatologie genauso wie Endokrinologie, Geriatrie genauso wie Neurologie. 44 Prozent der Klinikärzte-Arbeitszeit geht für Dokumentation drauf. Ein Drittel bei Niedergelassenen. 93 Minuten täglich, bei Internisten sogar 120 Minuten. Über 90 Prozent der niedergelassenen Ärzte fühlen sich durch Bürokratie überlastet. Das sind keine subjektiven Beschwerden. Das sind Messdaten aus deutschen Krankenhäusern und Praxen.

Bis 2040 rechnet das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung mit einem Mangel von 30.000 bis 50.000 Ärztinnen und Ärzten in Deutschland. Mehr Patienten, weniger Ärzte, mehr Dokumentationspflichten. Die Rechnung geht strukturell nicht auf, es sei denn der Workflow wird grundlegend neu gedacht.

Dieser Artikel beschreibt einen KI-unterstützten klinischen Workflow, der genau das tut. Übertragbar auf jedes Fachgebiet, das denselben Grundaufbau hat: Anamnese, Untersuchung, Bildgebung oder Messwerte, Labor, Befundung, Arztbrief. Und er richtet sich explizit an diejenigen, die darüber entscheiden: Ärztliche Direktoren, Klinikgeschäftsführer, Praxisinhaber, Medizincontrolling und IT-Verantwortliche in Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Vorab, weil es das Entscheidende ist: KI ersetzt in diesem Workflow keine ärztliche Entscheidung. Sie bereitet vor, strukturiert, fasst zusammen und markiert Auffälligkeiten. Der Arzt bewertet, entscheidet, verantwortet. Das ist kein Kompromiss. Das ist das Designprinzip.

Das Grundproblem: Medienbrüche kosten Geld, Zeit und Personal

Wer den klinischen Dokumentationsworkflow analysiert, findet in den meisten Fachgebieten dasselbe Muster: Daten entstehen an einem Ort und werden manuell an einen anderen übertragen. Der Patient beantwortet Fragen auf Papier, die Sprechstundenhilfe tippt sie ab. Der Arzt liest einen Befund und formuliert die Einordnung neu, obwohl die strukturierten Rohdaten digital vorliegen. Das Labor liefert Werte, die dann wieder manuell in den Arztbrief fließen. Jede dieser Übertragungen kostet Zeit. Jede ist eine potenzielle Fehlerquelle.

Für Klinik-Entscheider ist das kein abstraktes Problem: Es bindet Arztstunden, die für Patientenversorgung fehlen, erhöht das Fehlerrisiko bei manueller Übertragung und macht es schwerer, qualifiziertes Personal zu halten, das einen erheblichen Teil seiner Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben verbringt, für die es nicht ausgebildet wurde.

Das eigentliche Problem ist nicht die Dokumentation an sich. Es ist die fehlende Verbindungsschicht zwischen den Schritten. Daten, die strukturiert erfasst wurden, müssen nicht noch einmal formuliert werden. Muster, die ein System erkennen kann, müssen nicht jedes Mal neu identifiziert werden. Befundtexte, die sich bei ähnlichen Konstellationen nicht wesentlich unterscheiden, müssen nicht jedes Mal neu geschrieben werden. Genau hier setzt KI an, nicht als Entscheidungsinstanz, sondern als intelligente Verbindungsschicht.

„Derzeit werde deutlich mehr Arbeitszeit auf Dokumentationsaufgaben und Arztbriefe verwendet als auf Patientenkontakt und Befundrecherchen.“
Deutscher Ärztetag 2022

Dieses Muster funktioniert in Dutzenden Fachgebieten

Der folgende KI-gestützte klinische Workflow ist nicht fachgebietsspezifisch. Er folgt einem universellen Grundmuster, das sich von Fachgebiet zu Fachgebiet nur im Inhalt, nicht in der Struktur unterscheidet. Die KI-Architektur dahinter ist dieselbe. Was wechselt, ist die hinterlegte Leitlinie, die relevanten Parameter und die Fachsprache.

Innere Medizin / Kardiologie

Risikofragebogen, EKG- und Echobefunde, Laborwerte (Troponin, BNP, Lipide), Therapieentscheidung nach Leitlinie, Arztbrief.

Rheumatologie

Aktivitätsfragebogen (DAS28, CDAI), Bildgebung, Entzündungsmarker, Therapieanpassung nach EULAR-Leitlinie, Verlaufsdokumentation.

Endokrinologie / Diabetologie

HbA1c-Verlauf, Nüchternwerte, Nierenfunktion, Augenbefund, Therapieanpassung, strukturierte Schulungsdokumentation.

Pneumologie

Symptomfragebogen (CAT, mMRC), Spirometrie, Blutgasanalyse, Exazerbationshistorie, Therapiestufe nach GOLD-Leitlinie.

Neurologie

Screeningfragebogen, MRT-Befund, neuropsychologische Tests, Verlaufsparameter, strukturierter Befundbericht mit Therapieempfehlung.

Geriatrie

Geriatrisches Assessment, Sturzanamnese, Polypharmazie-Check, Mobilität, Ernährungsstatus, strukturierter Entlassbrief.

Das Muster ist identisch: Fragebogen, Untersuchung, Messwerte oder Bildgebung, Laborwerte, leitliniengerechte Einordnung, Arztbrief. Nur Leitlinie, Parameter und Fachsprache wechseln. Die KI-Architektur dahinter bleibt dieselbe.

Künstliche Intelligenz in der modernen Medizin – digitale Vernetzung klinischer Daten
KI als intelligente Verbindungsschicht: Fragebogen, Bildgebung, Labor und Arztbrief in einem durchgängigen Workflow

Der KI-gestützte klinische Workflow: Schritt für Schritt

KI-Unterstützung automatisiert, strukturiert, hebt hervor Arzt entscheidet bewertet, korrigiert, verantwortet
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1. Digitaler Patientenfragebogen KI-Unterstützung

Der Patient füllt den Fragebogen vor dem Termin digital aus, am Smartphone, Tablet oder Terminal in der Praxis. Keine Papierformulare, keine manuelle Übertragung, keine Lesbarkeitsprobleme. Der Fragebogen ist fachgebietsspezifisch konfigurierbar: Risikofaktoren, Vorerkrankungen, Medikamente, aktuelle Beschwerden, Vorgeschichte.

Neben Ja und Nein gibt es explizit die Option Unsicher. Das ist klinisch wichtig: Patienten wissen häufig nicht ob ein Ereignis in der Vorgeschichte „zählt“, ob ein Verwandter wirklich eine bestimmte Erkrankung hatte oder ob ein Symptom relevant ist. Diese Antworten werden nicht als Nein gewertet, sondern als klinischer Hinweis für das ärztliche Gespräch markiert. Die KI analysiert die ausgefüllten Antworten und erstellt eine priorisierte Gesprächszusammenfassung, bevor der Arzt den Raum betritt.

KI: Erkennt Risikokonstellationen, priorisiert Gesprächspunkte, markiert Unsicherheiten. Der Arzt sieht eine strukturierte Zusammenfassung, kein rohes Formular.

🩹

2. Anamnese und Konsultation Arzt entscheidet

Das ärztliche Gespräch bleibt das, was es ist: unersetzbar und nicht automatisierbar. Mimik, Kontext, die Qualität eines Symptoms, die Antwort auf eine Folgefrage, das klinische Urteil nach Jahren Erfahrung: das sind Informationen, die kein System erfassen oder ersetzen kann. Die KI hat vorbereitet. Der Arzt führt das Gespräch und bewertet die Antworten im Gesamtkontext.

Der strukturierte Gesprächsleitfaden auf Basis der Fragebogen-Auswertung reduziert die Zeit für Routinefragen und schafft Raum für die klinisch wichtigen Gesprächsmomente, die nicht auf einem Formular stehen. Das ist der eigentliche Gewinn: nicht Automatisierung des Gesprächs, sondern bessere Qualität durch bessere Vorbereitung.

KI: Unterstützt die Gesprächsvorbereitung. Die klinische Beurteilung bleibt vollständig beim Arzt.

Ärztin im Beratungsgespräch mit Patientin – das ärztliche Gespräch bleibt unersetzbar
Das ärztliche Gespräch bleibt unersetzbar: KI bereitet vor, der Arzt entscheidet und führt
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3. Bildgebung und Untersuchungsbefunde automatisch klassifizieren KI-Unterstützung

Röntgen, MRT, Ultraschall, EKG, Spirometrie, Knochendichtemessung: Befunde liegen digital vor. Das System erfasst die strukturierten Messwerte und ordnet sie automatisch klinischen Kategorien zu, auf Basis der jeweiligen Leitlinie für das Fachgebiet. Normwerte, Grenzwerte, Klassifikationen müssen nicht manuell nachgeschlagen werden. Die Vorbewertung wird dem Arzt zur Validierung vorgelegt.

Was die KI nicht leistet: die klinische Kontextualisierung. Ob ein Befund in Kombination mit Anamnese, Vorgeschichte und aktuellem Beschwerdebild eine andere Dringlichkeit bekommt als isoliert betrachtet, bleibt ärztliche Entscheidung. Die KI liefert den Rahmen. Der Arzt füllt ihn mit klinischem Urteil.

KI: Klassifiziert Messwerte, bereitet Befundtext vor, berechnet Referenzwerte. Arzt validiert und kontextualisiert.

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4. Laborwerte: Muster erkennen, nicht nur Werte listen KI-Unterstützung

Ein einzelner Laborwert ist eine Zahl. Die klinische Bedeutung entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Werte im Kontext des Patienten. Ein erhöhtes CRP allein ist unspezifisch. Erhöhtes CRP zusammen mit erhöhter BSG, positivem Rheumafaktor und Anämie ist ein Muster, das eine aktive entzündlich-rheumatische Erkrankung anzeigen kann und eine andere Therapieentscheidung erfordert als jeder Einzelwert für sich.

Die KI vergleicht alle Laborwerte mit Normwerten, erkennt klinisch relevante Konstellationen und markiert sie als behandlungsrelevant. Sie bereitet die Laboreinordnung für den Arztbrief strukturiert vor. Kein Befundbericht verlässt das System ohne ärztliche Freigabe. Aber der Arzt muss die Konstellation nicht mehr manuell zusammensetzen.

KI: Erkennt Muster, markiert behandlungsrelevante Konstellationen, bereitet Einordnung vor. Ärztliche Beurteilung ist obligat.

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5. Diktat mit DSGVO-konformer KI-Transkription KI-Unterstützung

Whisper ist ein quelloffenes Spracherkennungsmodell, das auf lokaler Infrastruktur betrieben werden kann, ohne dass Sprachdaten an externe Cloud-Dienste übertragen werden. Der Arzt diktiert, Whisper transkribiert präzise, auch bei medizinischem Fachvokabular, und das Transkript wird strukturiert dem richtigen Patienten zugeordnet. Für Kliniken mit Datenschutzanforderungen ist das ein entscheidender Unterschied zu cloudbasierten Diktierlösungen: kein Sprachdaten-Transfer nach außen, volle DSGVO-Konformität.

Das ersetzt in vielen Praxen und Kliniken die Schreibkraft oder die Warteschlange zwischen Diktat und Abtippen. Gleichzeitig bleibt das Diktat vollständig das des Arztes: kein Text wird generiert, der nicht gesprochen wurde. Whisper transkribiert. Es formuliert nicht. Das ist der entscheidende Unterschied zu einem KI-generierten Freitext.

KI: Transkribiert, strukturiert, ordnet zu. Das Gesagte bleibt das des Arztes, nichts wird hinzugefügt oder verändert.

📄

6. Arztbrief automatisch generieren lassen KI-Unterstützung Arzt entscheidet

Wenn alle Daten vorliegen, generiert das System auf Knopfdruck einen vollständigen Arztbrief. Mit Anrede, Diagnose, ICD-Codes, ausführlicher Befunddarstellung, Laboreinordnung, leitliniengerechter Therapieempfehlung mit konkretem Präparat und Dosierung, Verlaufskontrollempfehlung und Grußformel. Fachgebietsspezifisch, strukturiert, nach dem aktuellen Leitlinienstand des jeweiligen Fachgebiets.

Der Brief wird im persönlichen Stil der Ärztin oder des Arztes erstellt. Das System lernt diesen Stil aus hinterlegten Musterbriefen, die arztindividuell gespeichert werden und für keine andere Person im System einsehbar sind. Laut Handelsblatt verbringen Klinikärzte durchschnittlich zehn Stunden pro Woche allein mit dem Schreiben von Arztbriefen.5 Das UKE berichtet, dass sein KI-System ARGO den Entwurf der Epikrise in weniger als einer Minute erstellt.6 Der Arzt liest gegen, passt an, gibt frei.

Ergebnis: Die medizinische Verantwortung liegt vollständig beim Arzt. Die Dokumentationslast nicht mehr.

Der KI-Assistent als klinischer Sparringspartner

Neben dem strukturierten Dokumentationsworkflow enthält das System einen interaktiven KI-Assistenten. Er ist kein generischer Chatbot. Er ist auf das Leitlinienwissen des jeweiligen Fachgebiets trainiert und in der Lage, spezifische klinische Fragen auf Facharzt-Niveau zu beantworten. Direkt im System, ohne Systemwechsel, ohne Wartezeit.

Der Einsatzbereich ist bewusst anders gedacht als der Rest des Workflows: nicht Automatisierung, sondern Sparring. Wenn im Gespräch mit einem Patienten eine Frage auftaucht auf die der Arzt keine sofortige sichere Antwort hat, wenn er sich bei einer Therapieentscheidung an der Grenzlinie der Leitlinie befindet, wenn er wissen möchte welche Evidenz hinter einer bestimmten Empfehlung steht oder wenn er eine zweite Einschätzung zu einer ungewöhnlichen Befundkonstellation sucht, dann ist der KI-Assistent der Ansprechpartner.

Typische Sparringsszenarien in der Praxis:

„Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen dieser Therapie und dem bestehenden Medikament des Patienten?“
„Ab welchem Schwellenwert empfiehlt die aktuelle Leitlinie eine Therapieeskalation?“
„Was muss ich beim Absetzen dieses Präparats zwingend beachten?“
„Welche Studien belegen die Empfehlung für diese Altersgruppe?“
„Gibt es Kontraindikationen die ich bei dieser Befundkonstellation bedenken muss?“

Der Assistent unterscheidet dabei zwischen stabilem Leitlinienwissen, das direkt aus der hinterlegten Wissensbasis des Fachgebiets beantwortet wird, und dynamischem Produktwissen, etwa aktuelle Verfügbarkeiten oder neue Studiendaten, für das er in Echtzeit recherchiert. Diese Trennung ist in einem medizinischen Kontext nicht optional, sondern zwingend. Stabiles Leitlinienwissen und potenziell veraltetes Produktwissen dürfen nicht vermischt werden. Das System kennt diese Grenze und kommuniziert sie transparent.

„Der Arzt soll nicht googeln müssen. Er soll fragen können, und eine verlässliche, leitlinienbasierte Antwort bekommen, in Sekunden, ohne das System zu wechseln.“

Datenschutz: Architekturentscheidung, nicht Beipackzettel

Kein Thema löst bei Klinik-IT-Verantwortlichen schneller Skepsis aus als KI in Verbindung mit Patientendaten. Zu Recht. Die Frage ist nicht ob Datenschutz relevant ist, sondern wie er technisch und vertraglich umgesetzt wird. Allgemeine Aussagen reichen auf Entscheiderebene nicht. Hier ist der konkrete Stand.

Hinweis zur Transparenz: Die folgende Tabelle kennzeichnet klar, welche Features heute bereits aktiv sind und welche auf der Entwicklungs-Roadmap stehen. Einrichtungen müssen auf Basis korrekter Informationen entscheiden.
Datenschutz-Feature Status Detail
Hosting ausschließlich in Deutschland✓ Heute verfügbarDSGVO-konform, EU-Datensouveränität
Zero-Data-Retention (Anthropic API)✓ Heute verfügbarKein Training auf Patientendaten, vertraglich garantiert
Strikte Mandantentrennung✓ Heute verfügbarInkl. RAG-Embedding-Vektoren
Arztindividuelle Datenisolierung✓ Heute verfügbarBriefstil, persönliche Bausteine, nicht einsehbar für Dritte
Whisper-Transkription lokal✓ Heute verfügbarKein Cloud-Diktat, keine externe Sprachübertragung
TLS 1.3 in Transit (SSL)✓ Heute verfügbarVerschlüsselte Datenübertragung aktiv
Rollenbasiertes Zugriffsmanagement✓ Heute verfügbarAdmin, Arzt, Super-Admin mit getrennten Berechtigungen
Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)✓ Heute verfügbarPflicht für alle Nutzerkonten
AES-256 Verschlüsselung at Rest↻ Roadmap Q3 2026Daten at Rest verschlüsselt
Audit-Trail (Zugriffsprotokolle)↻ Roadmap Q4 2026Für Compliance und interne Revision
Azure OpenAI / Self-Hosted Modelle↻ Roadmap 2026Enterprise-Betriebsmodelle für maximale Kontrolle

Zero-Data-Retention: Was das konkret bedeutet

Zero-Data-Retention (ZDR) ist eine vertraglich definierte Vereinbarung mit Anthropic, dem Hersteller des zugrundeliegenden KI-Modells. Sie garantiert, dass Anfragen und die darin enthaltenen Patientendaten nicht gespeichert, nicht protokolliert und nicht für das Training zukünftiger Modelle verwendet werden. Die Daten werden ausschließlich für die Bearbeitung der jeweiligen Anfrage verarbeitet und danach nicht persistiert. Das ist keine Marketingaussage, sondern ein vertraglich durchsetzbarer Standard.

Mandantentrennung bis auf Vektorebene

Das System nutzt eine RAG-Wissensbasis (Retrieval-Augmented Generation) für das Leitlinienwissen des jeweiligen Fachgebiets. RAG-Systeme verwenden Embedding-Vektoren zur semantischen Suche. Ein bekanntes Sicherheitsproblem bei schlecht implementierten Multi-Tenant-Systemen ist das Cross-Tenant-Leaking: Einrichtung A könnte theoretisch auf Wissensvektoren von Einrichtung B zugreifen. Das System verhindert das durch strikte Tenant-ID-Filterung auf Datenbankebene, bevor überhaupt ein Retrieval stattfindet.

Drei Betriebsmodelle für unterschiedliche Anforderungen

Zero-Data-Retention
Anthropic API mit ZDR-Vereinbarung. Kein Training auf Anfragedaten. Geeignet für die meisten Einrichtungen.
Heute verfügbar
Azure OpenAI
Eigene Instanz im Azure-Tenant der Einrichtung. Daten verlassen die eigene Cloud-Umgebung nicht.
Roadmap 2026
Self-Hosted
Open-Source-Modelle auf eigener Infrastruktur. Maximale Kontrolle, keine externen API-Calls.
Roadmap 2026

„Datenschutz in der Medizin ist kein Compliance-Thema. Es ist eine Vertrauensfrage zwischen Patient und Arzt, zwischen Einrichtung und Gesetzgeber, zwischen Technologie und Ethik. Wir bauen das von Anfang an richtig, nicht weil wir müssen, sondern weil es keine andere Option gibt.“

Was das für Klinik-Entscheider konkret bedeutet

Ein durchgängiger KI-unterstützter Workflow spart nicht nur Zeit. Er reduziert Fehlerquellen durch Medienbrüche, verbessert die Dokumentationsqualität durch strukturierte Erfassung, entlastet Ärzte von Aufgaben unterhalb ihrer Qualifikation und schafft Kapazität für das, wofür sie ausgebildet wurden: klinische Entscheidungen und Patientengespräche.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat das Einsparpotenzial konkret berechnet: Würden Ärzte und Pflegekräfte täglich nur eine Stunde weniger für Dokumentation aufwenden, würde das rund 21.600 Ärzte und 47.000 Pflegekräfte in Vollzeit freisetzen.7 Nicht hypothetisch, sondern durch Effizienzgewinn innerhalb des bestehenden Systems.

Angesichts des prognostizierten Mangels von 30.000 bis 50.000 Ärztinnen und Ärzten bis 2040 ist das keine Effizienzoptimierung am Rand. Das ist ein struktureller Beitrag zur Versorgungssicherung. Die Frage ist nicht mehr ob. Die Frage ist wie, und wer dabei die Kontrolle behält.

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Häufige Fragen von Klinik-Verantwortlichen

Wie kann KI die Dokumentationszeit von Ärzten konkret reduzieren?

KI reduziert Dokumentationszeit durch drei Hebel: Digitale Patientenfragebögen eliminieren manuelle Übertragung vollständig. Automatische Transkription per Whisper ersetzt das Abtippen von Diktaten. Und KI-generierte Arztbriefe auf Basis aller vorliegenden Daten ersetzen die zeitintensive manuelle Brieferstellung. Das UKE berichtet von Epikrise-Entwürfen in unter einer Minute. Der Arzt liest gegen, passt an, gibt frei. Das Diktat bleibt das des Arztes.

Ist KI-gestützte Arztbrief-Generierung DSGVO-konform?

Ja, unter klar definierten Voraussetzungen. Entscheidend sind: Hosting ausschließlich in Deutschland, eine Zero-Data-Retention-Vereinbarung (Patientendaten werden nicht gespeichert oder für Modell-Training genutzt), strikte Mandantentrennung bis auf Datenbankebene, lokale Sprachtranskription ohne Cloud-Übertragung (Whisper on-premise) und ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Hosting-Anbieter. Alle diese Punkte sind im System heute bereits umgesetzt.

Trifft der Arzt bei KI-gestützter Dokumentation noch eigene Entscheidungen?

Ja, vollständig. KI übernimmt in diesem Workflow ausschließlich Vorbereitungsaufgaben: Fragebogen strukturieren, Messwerte klassifizieren, Laborkonstellationen erkennen, Arztbriefentwurf erstellen. Die ärztliche Beurteilung, Therapieentscheidung und Freigabe aller Dokumente liegt ausschließlich beim Arzt. Das ist kein Kompromiss, sondern das zentrale Designprinzip.

Für welche Fachgebiete ist der KI-Workflow geeignet?

Für alle Fachgebiete mit dem Grundmuster Anamnese, Messwerte oder Bildgebung, Labor, Arztbrief: Innere Medizin, Kardiologie, Rheumatologie, Endokrinologie, Diabetologie, Pneumologie, Neurologie, Geriatrie, Orthopädie, Osteologie und weitere. Die KI-Architektur ist identisch, nur Leitlinie, Parameter und Fachsprache wechseln je Fachgebiet.

Wie lange dauert die Implementierung?

Die webbasierte Lösung ist ohne lokale Installation nutzbar. Konfiguration des fachgebietsspezifischen Fragebogens, Hinterlegung der relevanten Leitlinie und Einrichtung der Nutzerkonten sind innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Eine Anbindung an bestehende KIS-Systeme ist in der Roadmap, derzeit aber nicht Voraussetzung für den Produktivbetrieb.

Was unterscheidet diesen Ansatz von generischen KI-Tools wie ChatGPT?

Drei wesentliche Unterschiede: Erstens ist das System auf das Leitlinienwissen des jeweiligen Fachgebiets trainiert, nicht auf allgemeines Textwissen. Zweitens läuft die Sprachtranskription lokal ohne Cloud-Übertragung. Drittens trennt das System klar zwischen stabilem Leitlinienwissen (direkt aus der Wissensbasis) und dynamischem Produktwissen (nur via verifizierten Echtzeit-Quellen). Generische Tools machen diese Unterscheidung nicht, was in einem medizinischen Kontext zu fehlerhaften Aussagen führen kann.


OR
Oliver Range
Gründer und Geschäftsführer auraNexus.ai · Zertifizierter AI Manager (TÜV)

Oliver Range ist Gründer mehrerer Digitalunternehmen, darunter Die Medialysten (Social Media Monitoring, Exit 2015 an Linkfluence) und auraNexus.ai. Mit über 20 Jahren Erfahrung in digitaler Transformation und KI-Strategie entwickelt auraNexus.ai spezialisierte KI-Anwendungen für Gesundheitswesen, Kommunikationsbranche, GaLaBau und Fertigung: auraHub (KI-Plattform), auraPress (Medienintelligenz), auraAds (KI-gestützte Werbeanzeigen), auraAnalyzer (Datenanalyse), auraVision (Gartenvisualisierung) und auraQuote (Angebotserstellung).

1 Ärztezeitung: Zeitfresser Dokumentation (HiMSS Europe / Nuance Healthcare, 2015), bestätigt durch Hamburg040, Juli 2025. Originalstudie: HIMSS Europe Studie (PDF)
2 PMC11296878: Beobachtungsstudie an deutschem Krankenhaus 2024, 9 Ärzte aus Innerer Medizin, Chirurgie und Anästhesie, 216 Beobachtungsstunden
3 Hamburg040, Juli 2025, ZI-Befragung Ende 2023. Ergänzend: ZI-Praxis-Panel: Ein Drittel der Arbeitszeit für Bürokratie bei Niedergelassenen
4 Bundesärztekammer Ärztestatistik 2023, ZI-Prognose Februar 2024
5 Handelsblatt: Am UKE gibt es den Arztbrief jetzt per Knopfdruck, August 2024. Originalquelle: Nils Schweingruber, Geschäftsführer IDM gGmbH / UKE
6 UKE Pressemitteilung: Erste KI-Anwendung zur Erstellung von Arztbriefen im UKE im Einsatz, August 2024
7 DKG-Berechnung zitiert nach Handelsblatt, August 2024: Eine Stunde weniger Dokumentation täglich entspricht 21.600 Ärzten und 47.000 Pflegekräften in Vollzeit
KI im Gesundheitswesen Klinischer Workflow Digitale Medizin Arztbrief automatisieren Whisper Transkription DSGVO-konform KI-Assistent Medizin Versorgungssicherung Klinikmanagement auraNexus