Kann KI Rechtsanwaltskanzleien bei der Due Diligence unterstützen?

Wie auraHub M&A-Transaktionen effizienter macht, ohne dass Ihre Mitarbeiter Prompts schreiben müssen

Das Problem: Tausende Seiten in wenigen Wochen

Stellen Sie sich vor: Ein mittelständisches Unternehmen soll übernommen werden. In Ihrem virtuellen Datenraum warten 8.000 Dokumente auf die Prüfung. Verträge, Handelsregisterauszüge, Arbeitnehmerdaten, Compliance-Unterlagen. Ihr Team hat sechs Wochen Zeit.

Diese Situation kennt jeder M&A-Anwalt. Was früher ganze Jahrgänge von Associates wochenlang beschäftigt hat, steht heute unter enormem Zeit- und Kostendruck. Mandanten erwarten schnellere Ergebnisse bei geringeren Honoraren.

Ich kenne diese Situation aus eigener Erfahrung. Als ich 2015 ein Unternehmen verkauft habe, stand ich auf der Verkäuferseite einer Due Diligence. Hunderte Verträge, Mitarbeiterdaten, Kundenvereinbarungen, Lizenzen. Die Käuferseite prüfte alles. Und ich musste liefern, erklären, nachreichen. Damals wäre KI-Unterstützung auf beiden Seiten Gold wert gewesen.

Die gute Nachricht: Künstliche Intelligenz kann hier einen echten Unterschied machen. Vorausgesetzt, sie wird richtig eingesetzt.

Der Markt für KI in der Rechtsberatung wächst rasant

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut dem ABA Legal Technology Survey Report 2024 stieg die KI-Nutzung unter US-amerikanischen Anwälten in der Privatwirtschaft innerhalb eines Jahres von 11 Prozent auf 30 Prozent. Der Smokeball State of Law Report 2025 zeigt, dass mittlerweile 53 Prozent der kleineren US-Kanzleien KI-Tools einsetzen, ein Anstieg von 27 Prozent im Vorjahr. Dabei ist zu beachten, dass die Definition von “KI-Nutzung” in solchen Umfragen oft weit gefasst ist und von einfachen Textgeneratoren bis zu spezialisierten Legal-Tech-Lösungen reicht.

Warum gerade bei der Due Diligence? Weil hier drei Faktoren zusammenkommen: große Dokumentenmengen, wiederkehrende Prüfmuster und hoher Zeitdruck. Genau das sind die Stärken moderner KI-Systeme.

Großkanzleien bauen bereits eigene Assistenzsysteme für Recherche, Analyse und Review-Workflows auf. Hengeler Mueller etwa hat mit “HM Argus” ein System entwickelt, das generative KI mit klassischen Machine-Learning-Methoden kombiniert. Der Schwerpunkt liegt auf datenintensiven Analysen in Investigations und Compliance-Prüfungen.

Hoher Stapel unsortierter Papierdokumente mit farbigen Haftnotizen auf einem Schreibtisch

Wo KI bei der Due Diligence konkret hilft

Dokumentenklassifizierung und Clustering

Bevor die eigentliche juristische Analyse beginnt, müssen Dokumente sortiert werden: Welche Verträge betreffen Arbeitsrecht, welche Compliance, welche Immobilien? Diese “Clustering-KI” ordnet Tausende von Dokumenten innerhalb von Stunden den richtigen Rechtsgebieten zu. Eine Arbeit, die manuell Tage dauern würde.

Automatische Vertragsanalyse und Risikoerkennung

KI-gestützte Tools durchsuchen Verträge automatisch nach kritischen Klauseln: Change-of-Control-Regelungen, Kündigungsfristen, Haftungsbeschränkungen, ungewöhnliche Garantien. Sie markieren potenzielle Risiken und heben Abweichungen von Standardformulierungen hervor. Das reduziert das Risiko, dass kritische Klauseln übersehen werden. Die Endkontrolle bleibt beim Anwalt. Der BRAK-Leitfaden zum KI-Einsatz weist explizit auf die Gefahr von Halluzinationen und verzerrten Ergebnissen hin, wenn ohne anwaltliche Kontrolle gearbeitet wird.

Zusammenfassungen und Datenextraktion

Umfangreiche Verträge lassen sich in wenigen Minuten zusammenfassen, jeweils mit Verweis auf die relevanten Textstellen im Originaldokument. Die wesentlichen Vertragsdaten werden automatisch in eine strukturierte Übersicht extrahiert. Das beschleunigt die Berichterstattung an den Mandanten erheblich.

Wichtig: Für die Due Diligence zählt nicht nur die Antwort, sondern die Antwort mit Fundstelle. Ergebnisse ohne Quellenbezug taugen höchstens als erste Orientierung, nicht als Grundlage für ein Report-Ergebnis.

Recherche und Querverweise

Widersprechen sich Angaben in verschiedenen Dokumenten? Fehlt ein Vertrag, auf den in anderen Unterlagen verwiesen wird? KI kann Querverweise prüfen und Inkonsistenzen aufdecken.

Die Hürde: Prompting ist kein Anwaltsjob

Hier liegt das praktische Problem vieler KI-Lösungen: Sie erfordern, dass der Nutzer die richtige Frage auf die richtige Art stellt. “Prompt Engineering”, also das Formulieren effektiver Anweisungen an die KI, ist eine eigene Kompetenz. Eine Kompetenz, für die Anwälte weder ausgebildet sind noch Zeit haben.

Eine Partnerin, die zwischen Mandantenterminen schnell eine Vertragsanalyse benötigt, wird sich nicht mit Prompt-Optimierung beschäftigen. Ein Associate, der unter Zeitdruck steht, greift auf bekannte Methoden zurück, statt mit neuen Tools zu experimentieren.

Die Lösung: Fertige KI-Anwendungen statt freie Eingabe

Genau hier setzt auraHub an. Als Micro-App-Plattform stellt auraHub fertige KI-Anwendungen bereit, die speziell für juristische Aufgaben konfiguriert sind. Statt einer leeren Eingabezeile sehen Ihre Mitarbeiter strukturierte Formulare: Dokument hochladen, Analyseart wählen, Ergebnis erhalten.

Konkret für die Due Diligence bedeutet das:

Vertragsanalyse-App: Vertrag hochladen, Vertragstyp auswählen (Mietvertrag, Arbeitsvertrag, Lizenzvertrag etc.), automatisch strukturierte Analyse erhalten mit Laufzeit, Kündigungsfristen, wesentlichen Pflichten und identifizierten Risiken. Jeweils mit Verweis auf die entsprechenden Textstellen.

Dokumentenzusammenfassung: Umfangreiche Gutachten oder Protokolle in prägnante Zusammenfassungen verwandeln. Auf Knopfdruck.

Compliance-Check: Dokumente gegen vordefinierte Prüfkriterien abgleichen und Abweichungen dokumentieren.

Übersetzung: Verträge in Fremdsprachen schnell und kontextbezogen übersetzen, mit juristischem Fachvokabular.

DSGVO und Berufsrecht: Die Rahmenbedingungen für KI in Kanzleien

Die Bundesrechtsanwaltskammer hat im Januar 2025 einen Leitfaden zum KI-Einsatz in Kanzleien veröffentlicht. Die Kernbotschaft: KI darf unterstützen, nicht ersetzen. Die anwaltliche Prüfungs- und Kontrollpflicht bleibt bestehen. Jedes KI-generierte Ergebnis muss von einem Anwalt verantwortet werden.

Besonders wichtig für die Due Diligence mit sensiblen Mandantendaten:

Verschwiegenheitspflicht: Mandantendaten dürfen nicht ohne weiteres an Cloud-Dienste übermittelt werden. auraHub kann On-Premises betrieben werden. Je nach Modellwahl verbleiben Daten vollständig in der eigenen Umgebung oder werden kontrolliert an den gewählten KI-Anbieter übermittelt. Diese Konfiguration sollte vor dem Einsatz mit Ihrem Datenschutzbeauftragten abgestimmt werden.

DSGVO-Konformität: Als europäische Lösung ist auraHub für die Anforderungen des deutschen und europäischen Datenschutzrechts konzipiert.

EU AI Act: Seit dem 2. Februar 2025 gilt die Pflicht zur “KI-Kompetenz” gemäß Artikel 4 der KI-Verordnung. Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen sicherstellen, dass ihr Personal über ausreichende Kenntnisse verfügt. Das betrifft nicht nur die Bedienung, sondern auch das Risikoverständnis, die Grenzen der Technologie und die Aufsicht. Die Durchsetzungsvorschriften greifen ab August 2026. auraHub erleichtert die Umsetzung dieser Pflicht durch strukturierte Workflows und klare Prüfschritte. Die erforderliche KI-Kompetenz wird dadurch nicht ersetzt, aber am Risiko und Einsatzkontext ausgerichtet aufgebaut.

Dreiphasiges KI-gestütztes Prüfmodell mit Klassifizierung, anwaltlicher Bewertung und Reporting

Der praktische Einstieg in KI-gestützte Due Diligence

Eine vollständige Automatisierung der Due Diligence ist weder realistisch noch berufsrechtlich zulässig. Aber eine intelligente Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine kann Ihre Effizienz steigern:

Phase 1 (KI-gestützt): Dokumentenklassifizierung, erste Risikoidentifikation, Zusammenfassungen, Datenextraktion

Phase 2 (Anwaltliche Prüfung): Bewertung der identifizierten Risiken, juristische Einordnung, strategische Beratung

Phase 3 (KI-gestützt): Berichtserstellung, Übersetzung, Formatierung

Je nach Dokumentenmix und Reifegrad der Implementierung berichten Teams von deutlichen Einsparungen bei der reinen Dokumentenprüfung. Anbieter von Review-Tools sprechen von 40 bis 60 Prozent Zeitersparnis bei Routine-Reviews. Diese Werte sind Erfahrungswerte und variieren je nach Anwendungsfall. Zeit, die Ihre Anwälte für die eigentliche juristische Arbeit nutzen können.

Warum auraHub für Kanzleien?

Keine Prompt-Kenntnisse erforderlich: Strukturierte Eingabemasken statt freier Texteingabe.

Multi-LLM-Unterstützung: Claude, GPT-4, Gemini, Mistral. Ein Interface, mehrere Modelle. Sie wählen das passende Modell für die jeweilige Aufgabe.

Ihr Branding: auraHub kann vollständig an Ihre Kanzlei-CI angepasst werden.

Skalierbar: Von der Einzelkanzlei bis zur Großsozietät, On-Premises oder Cloud.

Strukturierte Einführung: Je nach Komplexität Ihrer Anforderungen beginnen wir mit einem Proof of Concept, um den Nutzen für Ihre spezifischen Anwendungsfälle zu validieren.

KI als Werkzeug für die moderne Kanzlei

Die Frage ist nicht mehr, ob KI in der Due Diligence zum Einsatz kommt, sondern wie. Kanzleien, die den Einstieg jetzt gestalten, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil. Bei der Effizienz, bei den Honoraren und bei der Mitarbeiterzufriedenheit.

auraHub macht diesen Einstieg praktikabel: DSGVO-konform, berufsrechtskonform, ohne dass Ihre Anwälte zu Prompt-Ingenieuren werden müssen. Die anwaltliche Kontrolle und Verantwortung bleibt dabei, wo sie hingehört: beim Menschen.

Häufig gestellte Fragen zu KI in der Due Diligence

Kann KI die anwaltliche Due Diligence ersetzen? Nein. KI unterstützt bei der Dokumentenanalyse, Klassifizierung und Risikoerkennung. Die juristische Bewertung, Einordnung und Verantwortung bleibt beim Anwalt. Der BRAK-Leitfaden stellt klar: KI darf unterstützen, nicht ersetzen.

Ist der Einsatz von KI in Kanzleien DSGVO-konform? Das hängt von der Konfiguration ab. auraHub kann On-Premises betrieben werden, sodass Mandantendaten die eigene Infrastruktur nicht verlassen. Bei Cloud-Nutzung muss geprüft werden, welche Daten an welchen Anbieter übermittelt werden.

Was sagt die BRAK zum KI-Einsatz in Kanzleien? Die Bundesrechtsanwaltskammer hat im Januar 2025 einen Leitfaden veröffentlicht. Kernpunkte: eigenverantwortliche Prüfung aller KI-Ergebnisse, Wahrung der Verschwiegenheitspflicht, Transparenz gegenüber Mandanten.

Welche Zeitersparnis ist realistisch? Je nach Dokumentenmix berichten Teams von 40 bis 60 Prozent Zeitersparnis bei Routine-Reviews. Diese Werte sind Erfahrungswerte aus der Praxis, keine Garantie. Der größte Effekt entsteht bei der Erstklassifizierung und Datenextraktion.

Brauchen Anwälte Prompt-Kenntnisse für auraHub? Nein. auraHub arbeitet mit strukturierten Eingabemasken statt freier Texteingabe. Mitarbeiter füllen Formulare aus und erhalten strukturierte Ergebnisse. Kein Prompt Engineering erforderlich.

Was bedeutet der EU AI Act für Kanzleien? Seit Februar 2025 gilt die Pflicht zur KI-Kompetenz gemäß Art. 4 KI-VO. Kanzleien müssen sicherstellen, dass Mitarbeiter ausreichend geschult sind. Die Durchsetzung beginnt ab August 2026.

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