Für ChatGPT unsichtbar? Drei Maßnahmen für mehr Sichtbarkeit
Sie investieren in Ihre Website, vielleicht sogar in Suchmaschinenoptimierung. Trotzdem kommen weniger Anfragen als früher. Das ist kein Zufall.
Denn die Art, wie Menschen nach Dienstleistern und Produkten suchen, verändert sich gerade. Und viele mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe bekommen davon zu wenig mit.
Das Problem: Suche zerfällt in Google, Portale und KI-Antworten
Eine aktuelle Studie des Bundesverbands Industrie Kommunikation (bvik) zeigt: 86 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen halten die Optimierung für KI-Suchmaschinen für notwendig. Der Grund: Immer mehr Recherchen erfolgen über digitale Assistenten wie ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini, zusätzlich zu klassischen Suchmaschinen.
Das Marktforschungsunternehmen Gartner prognostiziert, dass das klassische Suchvolumen bei Google bis 2026 um 25 Prozent sinken könnte, weil Chatbots und virtuelle Agenten Marktanteile übernehmen. Wohlgemerkt: eine Prognose, kein Fakt. Aber der Trend ist deutlich.
Ein Beispiel aus dem Handwerk:
Früher suchte ein Hausbesitzer bei Google nach „Heizungsbauer Frechen Bewertungen“ und klickte sich durch zehn Ergebnisse.
Heute fragt er zusätzlich ChatGPT: „Welcher Heizungsbauer in meiner Nähe hat Erfahrung mit Wärmepumpen in Altbauten und kann kurzfristig einen Termin machen?“
Der Unterschied: ChatGPT liefert eine direkte Antwort mit Empfehlungen und nennt dabei nur die Betriebe, die das KI-System als relevant und vertrauenswürdig einstuft. Google bleibt wichtig, aber ein zusätzlicher Kanal entsteht, auf dem viele Betriebe noch gar nicht sichtbar sind.
Von SEO zu GEO: Was das für Ihren Betrieb bedeutet
Diese Entwicklung hat einen Namen: Generative Engine Optimization, kurz GEO. Anders als klassisches SEO, das auf Rankings in Suchergebnissen abzielt, geht es bei GEO darum, von KI-Systemen als vertrauenswürdige Quelle genannt zu werden.
Wichtig: SEO bleibt das Fundament. GEO kommt oben drauf.
Die Unterschiede:
| Klassisches SEO | Neues GEO |
|---|---|
| Ziel: Hohe Platzierung bei Google | Ziel: In KI-Antworten erwähnt werden |
| Erfolg = Klicks auf Ihre Website | Erfolg = Ihr Betrieb wird genannt |
| Fokus: Suchbegriffe und Verlinkungen | Fokus: Fachwissen und klare Informationen |
| Kunde klickt, vergleicht, entscheidet | KI filtert vor, Kunde bekommt Empfehlung |
Der entscheidende Punkt: Bei GEO gibt es kein verlässliches Ranking wie Seite 1. Sichtbarkeit ist volatil. Oft gewinnen wenige Quellen überproportional, während andere gar nicht auftauchen. Das hängt vom Prompt, der Region und dem jeweiligen KI-System ab.
Das Schöne daran: Was für GEO funktioniert, verbessert fast immer auch Ihre klassische Google-Sichtbarkeit. Sie investieren also nicht in ein Entweder-oder, sondern in ein Sowohl-als-auch.
Drei konkrete Maßnahmen, die Sie sofort umsetzen können
Die gute Nachricht: Sie müssen kein Technik-Experte sein. Und die Maßnahmen, die für GEO funktionieren, stärken gleichzeitig Ihr klassisches SEO.
Technischer Hinweis vorab: KI-Systeme können nur zitieren, was sie crawlen, verstehen und indexieren können. Deshalb bleiben technische SEO-Grundlagen und strukturierte Daten relevant. Eine langsame oder schlecht aufgebaute Website schadet Ihnen in beiden Welten.
1. Beantworten Sie die Fragen Ihrer Kunden direkt
KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die klare Antworten liefern. Statt langer Einleitungen sollten Sie die wichtigsten Informationen an den Anfang stellen. Das hilft sowohl Google als auch ChatGPT.
So nicht: „In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, sich mit dem Thema Heizungssanierung auseinanderzusetzen. Viele Faktoren spielen eine Rolle, wenn es darum geht, den richtigen Partner zu finden…“
Besser so: „Eine Wärmepumpe im Altbau kostet zwischen 15.000 und 35.000 Euro inklusive Einbau. Die Förderung deckt bis zu 70 Prozent ab. Die wichtigsten Kostenfaktoren sind: Wärmepumpen-Typ, Erschließung der Wärmequelle und notwendige Anpassungen an der Heizungsverteilung.“
Tipp für Handwerksbetriebe: Erstellen Sie auf Ihrer Website eine FAQ-Seite mit den häufigsten Kundenfragen. Beantworten Sie diese konkret mit Zahlen und Fakten. Das verbessert Ihre Chancen bei Google und bei KI-Systemen gleichermaßen.
2. Stärken Sie Ihre lokale Sichtbarkeit und Erwähnungen
Für SEO zählen Backlinks. Bei KI-Systemen werden Erwähnungen, Bewertungen und Verzeichniseinträge zusätzlich wichtiger, weil sie als zitierfähige Quellen dienen. Beides lässt sich kombinieren.
Die lokale Grundlage für Handwerk und Mittelstand:
- Konsistente Firmendaten überall (Name, Adresse, Telefon identisch)
- Kundenbewertungen aktiv sammeln (Google, Proven Expert, Branchenportale)
- In regionalen Handwerkerportalen präsent sein
- Bei der regionalen IHK gelistet sein
- Referenzprojekte mit Ortsangabe auf Ihrer Website zeigen
Tipp: Bitten Sie zufriedene Kunden gezielt um eine Bewertung, am besten direkt nach Projektabschluss, wenn die Zufriedenheit noch frisch ist. Google belohnt das, und KI-Systeme greifen diese Signale ebenfalls auf.
3. Zeigen Sie Ihre Fachkompetenz
Sowohl Google als auch KI-Systeme bewerten, wer echte Expertise hat. Nur wer als Fachmann wahrgenommen wird, rankt gut und wird von KI zitiert. Das ist Ihre Chance, denn genau hier hat der Mittelstand einen Vorteil gegenüber großen Konzernen.
Das bedeutet konkret:
- Stellen Sie Ihr Team mit Qualifikationen vor (Meisterbrief, Zertifizierungen, Fortbildungen)
- Zeigen Sie abgeschlossene Projekte mit Beschreibung der Herausforderung und Lösung
- Veröffentlichen Sie Fachartikel zu Ihrem Spezialgebiet
- Halten Sie Ihre Website aktuell (Aktualisierungsdatum sichtbar machen)
- Nennen Sie konkrete Zahlen: Jahre Erfahrung, Anzahl Projekte, Einzugsgebiet
Beispiel: Ein Elektrobetrieb mit 25 Jahren Erfahrung in der PV-Installation hat mehr praktisches Wissen als jede Marketing-Abteilung eines Energiekonzerns. Dieses Wissen sichtbar zu machen, das ist der Schlüssel für SEO und GEO.
Die Chance für Handwerk und Mittelstand
Hier liegt eine echte Chance: Während große Unternehmen oft mit austauschbaren Texten arbeiten, haben Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen echte Expertise in ihren Fachgebieten.
Ein SHK-Betrieb, der seit 30 Jahren Heizungen einbaut, weiß mehr über die Tücken bei der Altbausanierung als jeder Konzern. Ein Malermeister kennt die regionalen Gegebenheiten und kann einschätzen, welche Fassadenfarbe bei welchem Untergrund hält.
Dieses Wissen systematisch aufzubereiten und online verfügbar zu machen, das macht Sie sichtbar. Bei Google und bei KI-Systemen.
Praktische Hilfe: Der GEO-Textoptimierer im auraHub
Sie möchten Ihre bestehenden Webseitentexte für KI-Suchmaschinen optimieren, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Genau dafür haben wir im auraHub eine Micro-App entwickelt: den GEO-Textoptimierer.
So funktioniert es:
Sie geben Ihren bestehenden Text ein, zum Beispiel von Ihrer Leistungsseite oder Ihrer Über-uns-Seite. Die App analysiert den Text und liefert Ihnen:
- Eine GEO-optimierte Version mit konkreten Verbesserungen
- FAQ-Vorschläge, die Sie direkt übernehmen können
- Hinweise, wo Zahlen, Fakten und Qualifikationen fehlen
- Strukturvorschläge für bessere Lesbarkeit durch KI-Systeme
Ein Beispiel:
Vorher: „Wir sind ein Familienbetrieb aus Frechen und bauen seit vielen Jahren hochwertige Pools. Unsere erfahrenen Mitarbeiter beraten Sie gerne.“
Nachher: „Poolbau Müller aus Frechen: Familienbetrieb mit 25 Jahren Erfahrung und über 200 realisierten Projekten im Rhein-Erft-Kreis. Wir planen und bauen private Schwimmbäder von 15.000 bis 80.000 Euro, von der Beratung bis zur Fertigstellung aus einer Hand.“
Zusätzliche Empfehlungen der App:
- FAQ ergänzen: „Was kostet ein Pool im Garten?“ / „Wie lange dauert der Poolbau?“
- Expertise zeigen: Meisterbrief, Zertifizierungen, Verbandsmitgliedschaften nennen
- Einzugsgebiet konkretisieren: Städte und Kreise auflisten
Der Vorteil: Sie müssen keine Prompts schreiben. Die App führt Sie durch den Prozess, auch ohne KI-Vorkenntnisse.
Jetzt anfangen, nicht abwarten
GEO ist keine Zukunftsmusik, aber auch kein Grund zur Panik. Die Verschiebung hin zu KI-gestützter Suche passiert nicht über Nacht, aber kontinuierlich. Die Betriebe, die heute beginnen, ihre Online-Präsenz anzupassen, werden einen Vorsprung haben.
Das bedeutet nicht, alles umzukrempeln. SEO bleibt die Basis. Die Grundprinzipien bleiben: Qualität, Fachwissen, klare Informationen. GEO erweitert lediglich die Zielgruppe: von Kunden, die selbst bei Google suchen, zu KI-Systemen, die für Kunden vorfiltern.
Der erste Schritt: Testen Sie selbst. Öffnen Sie ChatGPT oder Perplexity und stellen Sie eine typische Kundenfrage zu Ihrer Branche und Region. Zum Beispiel: „Welchen Dachdecker in Köln kannst du für eine Flachdachsanierung empfehlen?“ Das Ergebnis zeigt Ihnen, wo Sie stehen.
Häufige Fragen zu GEO und SEO
Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?
SEO (Search Engine Optimization) optimiert Ihre Website für klassische Suchmaschinen wie Google, um in den Suchergebnissen möglichst weit oben zu erscheinen. GEO (Generative Engine Optimization) optimiert Ihre Inhalte zusätzlich für KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini, damit diese Ihren Betrieb in ihren Antworten empfehlen. SEO bleibt die Basis, GEO erweitert sie um einen neuen Kanal.
Muss ich mich zwischen SEO und GEO entscheiden?
Nein. Die Maßnahmen überschneiden sich stark. Gut strukturierte Inhalte, klare Antworten auf Kundenfragen und sichtbare Fachkompetenz verbessern sowohl Ihr Google-Ranking als auch Ihre Chancen, von KI-Systemen zitiert zu werden. Sie investieren in beides gleichzeitig.
Wie finde ich heraus, ob mein Betrieb bei ChatGPT sichtbar ist?
Testen Sie es selbst: Öffnen Sie ChatGPT oder Perplexity und stellen Sie eine typische Kundenfrage zu Ihrer Branche und Region. Zum Beispiel: „Welchen Heizungsbauer in Köln kannst du für eine Wärmepumpe im Altbau empfehlen?“ Wenn Ihr Betrieb nicht genannt wird, besteht Handlungsbedarf.
Was kostet GEO-Optimierung?
Die Grundlagen kosten nichts außer Zeit: FAQ-Seiten erstellen, Referenzen mit Ortsangaben zeigen, Bewertungen sammeln, Qualifikationen sichtbar machen. Für eine professionelle Analyse und Strategie können Sie ein kostenloses Erstgespräch mit uns vereinbaren.
Wie lange dauert es, bis GEO-Maßnahmen wirken?
KI-Systeme aktualisieren ihre Wissensbasis unterschiedlich schnell. Änderungen an Ihrer Website können innerhalb von Wochen bis Monaten Wirkung zeigen. Wichtiger als schnelle Ergebnisse ist Kontinuität: Regelmäßig gepflegte Inhalte und wachsende Bewertungen stärken Ihre Position langfristig, bei Google und bei KI-Systemen.
Ist GEO nur für große Unternehmen relevant?
Im Gegenteil. Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen haben einen natürlichen Vorteil: echte Fachexpertise. Ein Meisterbetrieb mit 30 Jahren Erfahrung hat mehr relevantes Wissen als jede Konzern-Marketing-Abteilung. Dieses Wissen online sichtbar zu machen, ist der Schlüssel.
Wie funktioniert der GEO-Textoptimierer von auraNexus.ai?
Der GEO-Textoptimierer ist eine Micro-App im auraHub. Sie geben Ihren bestehenden Webseitentext ein und erhalten eine optimierte Version mit konkreten Verbesserungsvorschlägen, FAQ-Ideen und Hinweisen zu fehlenden Fakten und Qualifikationen. Sie brauchen keine KI-Kenntnisse, die App führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.
Sie möchten wissen, wie sichtbar Ihr Betrieb für KI-Suchmaschinen ist?
In einem kostenlosen Erstgespräch analysieren wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation und zeigen konkrete Handlungsoptionen auf.
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